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17. antirassistischer / antifaschistischer Ratschlag
- by aa ndh

Am 10. November 2007 findet in Nordhausen der 17. antifaschistische/antirassistische Ratschlag statt. Wir sind uns bewusst, dass der Ratschlag in den letzten Jahren für "die Antifa" in Thüringen keine große Rolle gespielt hat. Wieso, weshalb, warum können wir nur erahnen und mutmaßen, möchten aber keine Spekulationen oder vorschnellen Schlüsse ziehen. Wir lassen das Gewesene ein Stück weit außen vor und bringen uns in der Organisation und Durchführung ein. Auch wenn der Ratschlag in den letzten Jahren eher von GewerkschafterInnen, Parteien, Vereinen, BgR's etc dominiert wurde, so erachten wir es trotzdem für notwendig und sinnvoll am Ratschlag teilzunehmen und ihn mitzugestalten.

Das Engagement erfolgt mit einem klaren Ziel: den Ratschlag für "die Antifa" interessant zu gestalten und ihr die Möglichkeit zu geben sich einzubringen bzw. Akzente zu setzen, damit wir ihn (den Ratschlag), mit uns beschäftigenden Themen/Diskussionen füllen und auch Menschen außerhalb gefestigter Strukturen an den Inhalten teil haben lassen, bzw. wir ihnen die Möglichkeit geben sich in die Themen/Diskussionen einzubringen.

Das Engagement geschieht nicht aus der Liebe zum örtlichen BgR (Bündnis gegen Rechts) oder des Anbiederns an die Zivilgesellschaft. Nein. Wir erachten es als wichtig und unumgänglich, in Regionen wie unserer die Zusammenarbeit zu stärken und für beiderseitiges Verständnis zu werben bzw. zu versuchen es aufzubauen. Denn, bei aller linksradikaler Kritik an den bestehenden Verhältnissen und Gesellschaftsformen, eine Antifa kommt größtenteils in der "Provinz" nicht umhin mit dem örtlichen BgR oder der engagierten antifaschistischen Zivilgesellschaft zusammen zu arbeiten und zu agieren, auch wenn dies nur auf dem formalen Minimalkonsens "gegen Nazis" beruht. Bei der Zusammenarbeit ergibt sich die Möglichkeit eines kooperativen miteinander Handelns und Agierens. Ebenso besteht die Möglichkeit sie mit der von uns formulierten Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu konfrontieren und mit ihnen, auch wenn nur ansatzweise, ins Gespräch zu kommen. Dadurch können wir sie für unsere Einstellung/Meinung sensibilisieren und zum Nachdenken bringen. Dies ermöglicht uns eine bessere Reflexion mit einer daraus resultierenden Umsetzung bzw. Weiterentwicklung unseres (Selbst-)Verständnisses.

Nachgedacht haben wir dabei viel und sind zu dem Entschluss gelangt, dass wir uns in zweierlei Hinsicht thematisch am Ratschlag beteiligen. -> Zum einen mit einem Vortrag über Rechtsextremismus in Nordhausen und Nordthueringen. Damit wollen wir über die Strukturen, Personen, Versände, Vernetzungen und sonstigen Umtriebe aufklären und informieren.
-> Zum anderen werden wir, in Zusammenarbeit mit der JAPS Jena - welche in der Kampagne "NS-Verherrlichung-stoppen" mitwirkt, die angestoßene Debatte zur "Antifa 2007", anhand des Textes "Antifa heißt...Kritik", aufnehmen und sie auf dem Ratschlag thematisieren. Hierbei geht es uns darum, a) die Debatte voranzutreiben und b) sie in eine breitere Öffentlichkeit zu tragen. Die Debatte lebt vom Mitmachen, von der Diskussion in und unter den Gruppen/Privatpersonen/Zusammenhängen. Deshalb werden wir bundesweit für die Diskussion zur "Antifa 2007" werben und zur Teilnahme aufrufen. Ob dies in einer gefestigten Gruppenposition, anhand eines Statements/Textes, oder durch Einzelmeinungen geschieht, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass die Debatte geführt wird.

Wir würden uns freuen und es vor allem sehr begrüßen, wenn sich die Thüringer -aber auch bundesweite- Antifagruppen einbringen und teilnehmen. Wir laden euch hiermit zum 17. antifaschistischen/ antirassistischen Ratschlag, am 10. November 2007 in Nordhausen, ein.

mehr Info's und Aktuelles unter: http://thueringerratschlag.tk

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